Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Initiativen
Arbeitsgruppe Lern- und Gedenkort im Alten Speicher Ahrensburg

(Foto: Kay Schmütz)
In Ahrensburg steht ein historisches Speichergebäude – fast im Originalzustand – leer. Es ist im Besitz der Stadt Ahrensburg und war ein Lagerort für französische und serbische Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter*innen während der NS-Herrschaft. Zudem steht der Speicher im Kontext des Sklavenhändlers und -halters Heinrich Carl Schimmelmann für koloniales Unrecht. Nun soll er als Lernort im Rahmen der NS-Erinnerungskultur und zum Thema transatlantischer Versklavungshandel entwickelt werden. Dafür hat die Arbeitsgruppe ein Konzept erstellt.
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Elke Petter, c/o Buchladen, Manhagener Allee 14, 22926 Ahrensburg
Flandernbunker, Kiel

(Foto: Henrik Matzen)
Die Stadt Kiel hat als Marinehafen im Zweiten Weltkrieg eine zentrale Rolle gespielt. Der Flandernbunker ist ein ehemaliger Marinehochbunker am Militärhafen Kiel-Wik. Seinen Namen erhielt er im NS-Staat 1943 zur Stärkung des Heldenmythos um die Flandernschlachten im Ersten Weltkrieg. Der Verein Mahnmal Kilian e.V. ist als Träger des Erinnerungsortes Flandernbunker in der Landeshauptstadt Kiel vielfältig vernetzt und bietet mit Workshops, Projekten, Ausstellungen, Veranstaltungen und speziellen Angeboten für Schulen ein breites Bildungsangebot.
Gedenkort „Arbeitserziehungslager Nordmark“, Kiel Russee

(Foto: Henrik Matzen)
Kontakt
Rendsburger Landstraße 227, 24113 Kiel
c/o Stadtarchiv der Landeshauptstadt Kiel, Hopfenstraße 30, 24103 Kiel
Telefon: 0431/901-3422
Mail: stadtarchiv@kiel.de
Web: https://www.kiel.de/de/kultur_freizeit/stadtgeschichte/gedenkorte.php
Gedenkstätte Ahrensbök

(Foto: Henrik Matzen)
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Flachsröste 16, 23623 Ahrensbök
Telefon: 04525/493060
Gedenkstätte Gudendorf

(Foto: Henrik Matzen)
Kontakt
Vierthstraße, 25693 Gudendorf
c/o Gemeinde Gudendorf, Hindenburgstraße 18, 25704 Meldorf
Telefon: 04832/6065-0
Gedenkstätte KZ Kuhlen, Rickling

(Foto: Henrik Matzen)
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Kuhlener Gutsstraße 12, 24635 Rickling
c/o Landesverein für Innere Mission in Schleswig-Holstein, Dahldorfer Straße 2, 24635 Rickling
Telefon: 04328/18220
Mail: info@landesverein.de
Web: https://gedenkstaetten-sh.de/gedenkstaetten/gedenkstaette-kz-kuhlen-15
Gedenkstätte Lübecker Märtyrer, Lübeck

(Foto: Henrik Matzen)
Gedenkstätte Lutherkirche, Lübeck

(Foto: Henrik Matzen)
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Moislinger Allee 92b, 23558 Lübeck
Telefon: 0451/49057800
Gedenkstätte Henri-Goldstein-Haus, Quickborn

(Foto: Henrik Matzen)
Zwangsarbeit im Himmelmoor in Quickborn hat eine lange Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg wurden hier ab 1940 Kriegsgefangene zum Torfabbau gezwungen. Dabei handelte es sich überwiegend um Sowjets, aber auch um Franzosen, Polen und ab 1942 um Juden. Zu ihnen gehörte auch der Belgier Henri Goldstein. Der 2013 gegründete Träger- und Förderverein Henri-Goldstein-Haus e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das 1936 errichtete Gebäude, das noch weitgehend im Originalzustand besteht, zu erhalten und hier einen Lern- und Gedenkort aufzubauen.
Kontakt
Himmelmoorstr. 6, 25451 Quickborn
Träger- und Förderverein Henri-Goldstein-Haus Quickborn e.V., c/o Jens-Olaf Nuckel, Eichendorffstraße 9, 25451 Quickborn
Telefon: 0451/49057800
geSCHICHTENberg Itzehoe

(Foto: Dr. Harald Schmid)
Der geSCHICHTENberg repräsentiert unterschiedliche historische Schichten. Er war Grabanlage in der Bronzezeit; im Mittelalter und in der frühen Neuzeit befand sich hier eine Hinrichtungsstätte. Die Nationalsozialisten gruben Mitte der 1930er Jahre die bronzezeitlichen Gräber aus, erklärten den Ort zum „Germanengrab“ und bauten darüber eine „Weihehalle“. Seit Januar 2020 heißt der Ort nun GeSCHICHTENberg und wird von einer Arbeitsgruppe im Heimatverband für den Kreis Steinburg zu einem historischen Denkort entwickelt.
Kontakt
Krohnstraße 11, 25524 Itzehoe
Heimatverband für den Kreis Steinburg e.V., Viktoriastraße 16, Kreishaus, 25524 Itzehoe
Telefon: 04821/69456
Jüdisches Museum, Rendsburg

(Foto: Henrik Matzen)
Das Jüdische Museum in Rendsburg gehört zu den ersten Jüdischen Museen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik gegründet worden sind. 1988 gegründet, betont es heute als Teil der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf einen landesweiten Anspruch und Bildungsauftrag. Das Jüdische Museum in Rendsburg, das auch eine Gedenkstätte ist, ist der zentrale Lernort Schleswig-Holsteins zur jüdischen Gegenwart und Geschichte. Es befindet sich in der ehemaligen Synagoge der Jüdischen Gemeinde Rendsburg.
Kontakt
Prinzessinstraße 7-8, 24768 Rendsburg
Telefon: 04331/440430
Mail: info@geschichtenberg-itzehoe.de
Web: https://jmrd.de/
KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing

(Foto: Henrik Matzen)
Die Häftlinge des KZ-Außenlagers Husum-Schwesing kamen am 25. September und 19. Oktober 1944 mit zwei großen Transporten aus dem KZ Neuengamme; insgesamt handelte es sich um etwa 2.600 Häftlinge. Sie mussten für die Wehrmacht Panzerabwehrgräben ausheben. Bis zur Auflösung des Lagers am 27. Dezember 1944 starben in Husum-Schwesing mehr als 300 Häftlinge. 1987 wurde auf dem ehemaligen Lagergelände ein Ort des Gedenkens eingerichtet. Heute prägen das Stelenfeld, freigelegte Barackenfundamente und eine Ausstellung die KZ-Gedenkstätte.
Kontakt
Engelsburg 10, 25813 Schwesing
Kreis Nordfriesland, Fachdienst Kultur, König-Friedrich V.-Allee, Schloss vor Husum, 25813 Husum
Telefon: 04841/89730
KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch

(Foto: Henrik Matzen)
Vom Spätsommer 1944 bis April 1945 betrieb die SS im Auftrag der Luftwaffe im nördlichsten Barackenkomplex das Außenlager Kaltenkirchen des KZ Neuengamme mit einer Kapazität von circa 500 Häftlingen, die mehrheitlich aus der Sowjetunion, Frankreich und Polen stammten. Die KZ-Häftlinge mussten die bestehende Landebahn verlängern, damit der neue Düsenjäger Messerschmidt 262 eingesetzt werden konnte. 2000 eröffnete der Trägerverein die Gedenkstätte auf dem ehemaligen Lagergelände.
Kontakt
Trägerverein KZ-Gedenkstätte
Kaltenkirchen in Springhirsch e.V. Ortsteil Springhirsch, an der B4, 24568 Nützen
Telefon: 04191/723428
Kontaktformular: https://www.kz-gedenkstaette-kaltenkirchen.de/index.php/kontaktformular-vis
KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund

(Foto: Henrik Matzen)
Vom 1. November bis 16. Dezember 1944 bestand in der Gemeinde Ladelund ein Außenlager des KZ Neuengamme. Zwischen Humptrup und Ladelund sollten über 2.000 Häftlinge aus zwölf Nationen Panzerabwehrgräben ausheben. Niemand im Dorf konnte die Qualen der zur Arbeit getriebenen, hungernden Menschen übersehen. Innerhalb von sechs Wochen starben hier 300 Häftlinge. Sie wurden auf dem Dorffriedhof bestattet. Die als Gedenkort angelegten Reihengräber sind Ausgangspunkt und Zentrum der Gedenkstätte, die 1990 ihre Arbeit als Bildungsort aufnahm.
Kontakt
Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Petri Ladelund, Raiffeisenstraße 3, 25926 Ladelund
Telefon: 04666/449
Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge Friedrichstadt

(Foto: Henrik Matzen)
Am 10. November 1938 wurde die Synagoge bei den antisemitischen Novemberpogromen der Nationalsozialisten verwüstet. Viele Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Friedrichstadt wurden in die Ghettos und Vernichtungslager deportiert. Die ehemalige Synagoge wurde anschließend als Getreidespeicher genutzt und 1941 für einen SS-Offizier zu einem Wohnhaus umgebaut. 1985 erwarb die Stadt Friedrichstadt das Gebäude und gestaltete es zu einer Kultur- und Gedenkstätte um, die 2003 eröffnet wurde.
Kontakt
Am Binnenhafen 17, 25840 Friedrichstadt.
Stadt Friedrichsstadt, Stadtarchiv/Museum, Westerlilienstr. 7, 25840 Friedrichstadt
Telefon: 04881/1511
Mail: synagoge@rathaus-friedrichstadt.de
Web: https://www.friedrichstadt.de/poi/kulturzentrum-ehemalige-synagoge
Mahnmal Harrislee-Bahnhof, Harrislee

(Foto: Dr. Harald Schmid)
Ab dem 15. September 1944 wurden Gefangene vom Bahnhof Harrislee in Viehwaggons in verschiedene Konzentrationslager, überwiegend in das KZ Neuengamme, verschleppt. Das Mahnmal am ehemaligen Harrisleer Bahnhof steht als Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus und erinnert spezifisch an die Deportation von etwa 1.600 dänischen Gefangenen aus dem nahegelegenen Frøslev-Lager (Dänemark). Es wurde 1998 im Rahmen eines Schulprojekts eingeweiht und setzt ein Zeichen gegen Faschismus, Krieg und die Verletzung von Menschenrechten und mahnt zum Frieden.
Kontakt
Arbeitsgruppe „Harrislee-Bahnhof“, Achter de Möhl 35, 24955 Harrislee
Telefon: 0461/73187
Mail: anke.spoorendonk@ssw.de
Web: https://www.harrislee.de/Tourismus-Freizeit-Kultur/Mahnmal/
Museum Cap Arcona, Neustadt in Holstein

(Foto: Henrik Matzen)
In Neustadt in Holstein erinnert seit 1990 ein Museum an die Versenkung der „Cap Arcona“ und zweier weiterer Schiffe mit KZ-Häftlingen an Bord. Etwa 7.000 Häftlinge starben, als britische Jagdbomber die nicht gekennzeichneten Schiffe am 3. Mai 1945 angriffen und versenkten. Zudem wurden am selben Tag mindestens 250 Häftlinge aus dem KZ Stutthof in Neustadt ermordet. Aktuell entsteht ein zeitgemäßer Dokumentations- und Lernort, der den Dimensionen des Geschehens gerecht wird und die historisch-politische Bildungsarbeit zur NS-Geschichte bereichert.
Kontakt
Kremper Str. 32, 23730 Neustadt in Holstein
Stadt Neustadt in Holstein, Am Markt 1, 23730 Neustadt in Holstein
Telefon: 04561/619-0
Werkstatt 20. Jahrhundert, Kiel

(Foto: Michel Iffländer)
Kiel spielte als einer der wichtigsten deutschen Marinestützpunkte und als U-Boot-Produktionsstandort eine wichtige Rolle im Zweiten Weltkrieg. Die Stadt war massiven alliierten Luftangriffen ausgesetzt. Heute gibt es in Kiel eine Reihe von Orten und Institutionen, die an diese Zeit erinnern. Im März 2026 hat ein weiterer Ort seine Pforten geöffnet, die „Werkstatt 20. Jahrhundert“. Sie ist als interaktiver Lern- und Forschungsort mit einer eigenen Dauerausstellung zur Geschichte Kiels im Nationalsozialismus Teil des neuen Geschichtszentrums „Stadtgeschichte hoch 3“ in der Kieler City.
Kontakt
Landeshauptstadt Kiel, Hopfenstraße 30, 24103 Kiel
Telefon: 0431/901-2650
Mail: geschichtszentrum@kiel.de
Web: https://www.kiel.de/de/kultur_freizeit/werkstatt_20_jahrhundert/
Körperschaften, Institutionen, Stiftungen
Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. (AGN)

Die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme (AGN) ist die Interessenvertretung deutscher ehemaliger Häftlinge des KZ Neuengamme, ihrer Angehörigen und Hinterbliebenen und pflegt den Zusammenhalt Überlebender verschiedener Länder und ihrer Angehörigen.
Kontakt
c/o Thomas Käpernick, Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg
Telefon: 04191/5027527
Mail: k.amthor@gmx.net
Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein e.V. (AKENS)

Der AKENS e.V. ist ein ehrenamtlich arbeitender Geschichtsverein in Schleswig-Holstein. Auf seiner Website und mit seiner Zeitschrift, den Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte (ISHZ), bietet er ein breites Informationsangebot zur Regionalgeschichte.
Kontakt
c/o Kay Dohnke, Pussader Straße 15, 29456 Hitzacker
Telefon: 0152/33601537
Mail: post@akens.org
Der Landesbeauftragte für politische Bildung in Schleswig-Holstein

Der Landesbeauftragte, Dr. Christian Meyer-Heidemann und sein Team arbeiten unabhängig und überparteilich. Zu den Aufgaben gehören u. a. die Durchführung eigener Veranstaltungen und die Beratung der Landesregierung und des Landtags in Grundsatzangelegenheiten der politischen Bildung.
Förderverein gegen das Vergessen – Spurensuche im Kreis Pinneberg und Umgebung 1933-1945 e.V.

Das Anliegen des Fördervereins Gegen das Vergessen – Spurensuche im Kreis Pinneberg und Umgebung 1933-1945 e.V. ist es, die lokale und regionale Zeit des Nationalsozialismus mahnend wach zu halten und den Ursachen und Erscheinungsformen der NS-Herrschaft nachzuspüren.
Kontakt
c/o Rudolf Arendt, Wedenkamp 11a, 25335 Elmshorn
Telefon: 04121/74878
Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing e.V.

Seit 2014 arbeitet der Freundeskreis dafür, dass auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing Pläne für eine angemessene bauliche Ausstattung verwirklicht werden. Darüber hinaus fördert er die Erforschung und Vermittlung der Geschichte des KZ Husum-Schwesing.
Kontakt
c/o Friedemann Magaard, Osterhusumer Str. 26, 25813 Husum
Telefon: 01520/5723214
Mail: friedemann.magaard@kirche-husum.de
Web: https://freundeskreis-kz-gedenkstaette-husum-schwesing.de/der-freundeskreis/
Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein e.V.

Die Böll-Landesstiftung Schleswig-Holstein ist eine unabhängige Einrichtung für politische Bildung und gehört zur Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Sie ist Teil der grünen Bewegung und will Menschen ermutigen, selbst aktiv zu werden und unsere Gesellschaft mitzugestalten.
Kreis Pinneberg

Im Kreis Pinneberg besteht eine vielfältige und dezentrale Erinnerungslandschaft, die vor allem vom ehrenamtlichen Engagement getragen wird. Seit Juni 2024 gibt es in der Kreisverwaltung eine Koordinationsstelle, die diese Arbeit unterstützt und deren Weiterentwicklung koordiniert.
Kontakt
Referentin für Erinnerungskultur, Lisa Stroeer
Kreishaus Elmshorn, Kurt-Wagener-Straße 11-13, 25337 Elmshorn
Telefon: 04121/4502-4020
Verein Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e.V.

Der Verein Maritimes Viertel – Kultur am Kanal e.V. widmet sich der Aufwertung und kulturellen Belebung des maritimen Erbes im Bereich des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel, insbesondere rund um die Wik. Hier befindet sich auch das ehemalige Marineuntersuchungsgefängnis, für dessen Erhalt als historischer Ort sich der Verein einsetzt.
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten Landesvereinigung Schleswig-Holstein e.V. (VVN_BdA)

Überlebende der faschistischen Haftstätten und Konzentrationslager und die Frauen und Männer aus dem antifaschistischen Widerstand gründeten 1946 die VVN Schleswig-Holstein. Mit ihrer zentralen Forderung „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ beziehen sie sich auf den “Schwur von Buchenwald“.
