Wir freuen uns sehr, Ihnen und Euch heute die erste Ausgabe des Newsletters der LAG Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein e.V. präsentieren zu können. Gleichzeitig haben wir einen Relaunch unserer Website unter www.lag-gedenkstaetten-sh.de
gemacht. Sie enthält jetzt aktualisierte und erweiterte Informationen, laufende Berichte aus unserer Arbeit und einen neuen Servicebereich für unsere Mitglieder. Diese beiden Produkte dokumentieren auch das Ende der ersten Phase eines digitalen Entwicklungsprozesses der Landesarbeitsgemeinschaft und ihrer Mitglieder, die durch die finanzielle Projektförderung der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek und die praxisbezogene Unterstützung der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten möglich geworden ist.
In diesem gemeinsamen Arbeits- und Lernprozess haben wir den konkreten Einsatz von neuer Technik in unterschiedlichen Feldern mit der praxisbezogenen Weiterentwicklung von pädagogischen Konzepten und neuen oder erweiterten Präsentationsformen verbunden. So sind etwa virtuelle Rundgänge im geplanten Lern- und Gedenkort Alter Speicher in Ahrensburg, in der Gedenkstätte Henri-Goldstein-Haus in Quickborn oder im Außengelände der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte in Ladelund eingerichtet, aber auch die erweiterten Arbeitsmöglichkeiten durch Monitore oder I-Pads in der Gedenkstätte Lübecker Märtyrer und der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch. In Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Ahrensbök ist ein Audiorundgang zur Eutiner NS-Geschichte entstanden. Die Erarbeitung von digital-analogen Strategien in der Gedenkstätte Lutherkirche in Lübeck und bei weiteren Mitgliedern hat eine konzeptionsgestützte Planung der weiteren digitalen Entwicklung auf der Grundlage der jeweiligen örtlichen Rahmenbedingungen und Ressourcen möglich gemacht.
Erweiterungen der digitalen Präsentation konnten z. B. im Jüdischen Museum in Rendsburg Hilfen für Menschen mit Behinderungen ermöglichen. In Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing wurden im Rahmen eines Game Jams insgesamt vier spielbare Prototypen zum Themenfeld NS-Geschichte und Erinnerungskultur in Nordfriesland entwickelt. Diese Veranstaltung konnte sehr deutlich aufzeigen, welches Potenzial Spiele als weiteren Zugang für die historisch-politische Bildungsarbeit bieten und damit KZ-Gedenkstätten als Möglichkeitsräume auch für Menschen öffnen, die nicht genuin in diesem Bereich tätig sind.

Gedenkstätte Ahrensbök
Foto: LAG Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holsteinisch e.V. / Henrik Matzen
Mit diesem wichtigen Entwicklungsprozess ist eine gute Grundlage gelegt, weiterhin digitale Möglichkeiten und damit verbundene Perspektiven für die erinnerungskulturelle Arbeit verantwortlich zu identifizieren und zu nutzen.
